LuftigLeichtLoslassen - dein Mittsommernachtstraum

Aktualisiert: 22. Aug 2019

An die 70.000 Gedanken denken wir pro Tag.

Was schätzt du, wie viele deiner 70.000 Gedanken positiv sind, also friedliche, aufbauende, erfreuliche Gedanken? Wie viele davon sind negativ?

Leichtigkeit hat viel damit zu tun, das loszulassen, was uns beschwert. Ärger, Stress, Druck, Verletztheit: Die unbeschwerte, lockerflockige Leichtigkeit des Seins beginnt mit der Frage: Wie komme ich aus der Negativspirale? Damit das kein Traum bleibt, hier meine Tipps für mehr Leichtigkeit.


Flying high

Je sensibler du bist, umso intensiver fühlst du deine Gefühle. Vor allem für hochsensible Menschen (HSP), die die gesamte Klaviatur der Emotionen noch stärker empfinden, ist der Umgang mit negativen Gefühlen ein Dauerbrenner. Je besser wir lernen, unsere negativen Gefühlen loszulassen, umso mehr Leichtigkeit kommt in unseren Alltag. Was uns dabei hilft: Achtsamkeit entwickeln, Atmen, das Gefühl sein lassen, deinen Körper mit verwenden.



Flying high statt Autopilot

Achtsamkeit entwickeln bedeutet hier, Dinge erst mal wahrzunehmen, ohne sie gleich zu bewerten. Versuche, dich nur auf deine Wahrnehmung zu konzentrieren und darauf, was du gerade fühlst. Bist du sauer? Müde? Fühlst du dich einsam? Bist du traurig? Im 1. Moment geht es nur darum, das Gefühl wahrzunehmen.


2. Schritt: Ein Gefühl entsteht nicht einfach so. Der bekannte Satz: Du bist, was du denkst! ist tatsächlich gar nicht so falsch. Deine Gefühle kommen von deinen Gedanken. Gedanken lösen biochemische Reaktionen aus. Du denkst „das ist ja toll“ und dein Körper schüttet Neurotransmitter aus, damit du Freude fühlen kannst. Funktioniert auch andersrum: Du ärgerst dich und dein Körper fühlt, was du gedacht hast und produziert Neuropeptide/Hormone, die zu einer Stressreaktion führen (flache Atmung, Verspannung etc.). Wir denken also, wie wir uns fühlen und wir fühlen, was wir gedacht haben. Das ist schon der Beginn einer potentiellen Endlosschleife. Aber:


3. Schritt: Nach spätestens 3 Minuten entscheidest du dich für das Gefühl. Warum?

Der Gedanke kommt von außen. Jemand sagt etwas, das dich verletzt oder verhält sich respektlos. Das ist der äußere Reiz. Hier jetzt einzuhaken ist das Entscheidende: Wie bewertest du diesen Reiz? Wenn Gefühle auf Gedanken folgen und Gedanken durch Bewertung entstehen, ist das Um und Auf, wie wir etwas wahrnehmen. Kommt das, was du erlebst, automatisch in den Pfui&Öd -Trichter, hat dein Körper keine andere Chance, als dich leiden zu lassen. Was direkt zum nächsten Schritt führt:


4. Schritt: Wir bewerten immer subjektiv, nie das, was ist. Deswegen liegt enorme Power darin, den Kreislauf zu unterbrechen und bewusster mit unserer Bewertung umzugehen. Refraiming bedeutet, etwas anders zu bewerten als bisher. Steig aus dem Autopilot aus. Klingt so leicht, ist es aber nicht. Ärger oder Angst funktionieren oft schon wie ein Reflex. Aber du kannst dich aus deiner automatischen Wut oder deiner Gekränktheit wieder zurückholen. Oh, ich bin schon wieder ... - also retour zum Start. Mit Übung geht das immer schneller und du verbringst weniger Zeit in der negativen Emotion.

Fang mit kleinen Übungen an, zB.: Es ist August und es ist kalt und regnet. Will ich mich jetzt aufregen? Oder mir denken: Ok, perfektes Wetter, um zu arbeiten/ das Buch endlich fertig zu lesen/mal wieder im Fitnessstudio vorbeizuschauen? Du hast tatsächlich immer die Wahl.


E-Motion - dein Gefühl will sich bewegen,

Gefühle sind unser GPS im Leben. Deshalb negative Gefühle bitte auf keinen Fall wegdrücken. Emotion kommt von emovere und bedeutet 'in Bewegung setzen'. Gefühle kommen und gehen, es hat alles seine Berechtigung, niemand ist ein 24/7 Sonnenschein und Weinen ist ok. Die ersten 90 Sekunden darf alles sein.

Es geht nicht darum, keine negativen Emotionen zu haben, sondern zu lernen, damit umzugehen. Was zeigt mir meine Wut? Was sagt mir mein Gekränktsein? Gefühle sind freundliche Spiegel, die uns etwas mitteilen. Zum Beispiel: Vorsicht, falsche Richtung! Recalculate, machs anders! Wenn wir sie ignorieren, werden sie schärfer und intensiver.

Also: Wahrnehmen, fühlen, atmen und dann: Was hat es mit mir zu tun? Was ist das Learning? Wo bin ich meine Bedürfnisse übergangen? Wo gibt es noch was zu heilen?

Stell dir die richtigen Fragen oder finde jemanden, der sie dir stellt.


Atmen, atmen, atmen

Dass ich viel vom Atmen halte ist ja kein Geheimnis mehr. Auch hier ist es ein wahres Powertool. Dein Atem ist dein bester Freund, er beruhigt dich sofort.

Wenn du den Fokus auf deinen Atem legst, also 3x tief einatmest, unterbricht das den Automatismus des Bewertens und du bist nicht mehr der Spielball der Situation.



Rock your body - nutze deinen Körper

Ängste blockieren Energie, emotionaler Stress verheizt sie kiloweise. Was du tun kannst, um dem entgegen zu wirken: Beweg dich! Dein Körper kann oft schneller und mehr bewirken als dein Kopf. Bewegung bringt Stress aus dem System. Gerade für Hochsensible, die grundsätzlich mehr Stress anreichern: Stress übersäuert – Bewegung an der frischen Luft entsäuert.

Oder du machst Powerposing: Arme in die Luft strecken wie die Sprinterin Florence Griffith-Joyner an der Ziellinie - das schüttet Dopamin aus, als hättest du gerade etwas gewonnen. Strahlen nicht vergessen! Es signalisiert deinem Gehirn, dass es Grund zur Freude gibt.


Die Kunst des Loslassens bedeutet nicht, keine negativen Gefühle zu haben. Sondern, das Learning mitzunehmen und rechtzeitig wieder auszusteigen. Mit jedem Mal, bei dem du deinen Bewertungs-Automatismus veränderst und refraimst, wird sich deine Wahrnehmung verändern. Und du kommst immer schneller wieder in deinen Normalzustand zurück.


Ich wünsche dir entspannt-entsäuerte Sommertage mit viel Leichtigkeit,




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