Herz ist Trumpf

Aktualisiert: Feb 10

Lange galt das Gehirn als die absolute Instanz schlechthin, dem sich alles andere in uns unterordnen musste. Nun wissen wir, wer uns eigentlich regiert. Es ist unser Herz. Das Gehirn ist auf das Herz angewiesen, es ist sozusagen sein Kompass. Ausgestattet mit erstaunlichen Fähigkeiten und mit dem stärksten Signalfeld des Körpers wuchtet es jede Menge Informationen über uns in die Welt. Der Mythos von der reinen Muskelpumpe ist damit vorbei. Wer lernt, mit dem Herzen zu sehen, ist gut beraten. Denn: Was wir senden, ernten wir.

Pump it up


Schon immer galt das Herz als das stärkste Symbol für die Liebe und als Zentrum der Gefühle. Frühe Hochkulturen gingen noch weiter: Dort stand das Herz für Weisheit, Intuition, höhere Intelligenz. Das Zentrum des Lebens. Sitz der Seele.

Dann tauchte der Mathematiker Renè Descartes auf und mit ihm die These, Körper und Geist wären zwei völlig getrennte Substanzen. Als Naturwissenschaftler des 17. Jahrhunderts sah er das ganz mechanistisch: Das Herz war für ihn schlicht Pumpe und Muskel. Seither wurde davon ausgegangen, dass für unser Bewusstsein allein das Gehirn ausschlaggebend sei.

Inzwischen wissen wir: Das ist ein Irrtum. Was alle spirituellen MeisterInnen dieser Welt uns bisher versucht haben zu lehren, lässt sich inzwischen wissenschaftlich beweisen. Das Herz ist das Bindeglied zwischen Mensch und angeborener Intelligenz, unseren Gefühlen und unserem Höheren Selbst. Woran wir glauben, versetzt tatsächlich Berge.


Dein Herz in Zahlen


Der Kardiologe und Herzchirurg Reinhard Friedl betreibt seit Jahren Ursachenforschung für Herzerkrankungen. Denn obwohl weltweit hunderte Milliarden Dollar dafür ausgegeben werden, bleiben Herz-Kreislauferkrankungen nach wie vor die Hauptursache für Todesfälle. Für ihn steht fest: Mit Technologie allein bekommen wir das nicht in den Griff. Das Hirn denkt und lenkt, aber es kennt die Richtung zu einem erfüllten Leben nicht. Dafür braucht es das Herz. Das so viel mehr kann als Blut zu pumpen. Hier ein paar Facts:


1) Dein Herz befördert täglich 9.000 Liter Blut und schlägt dabei 100.000 mal. An deinem 75. Geburtstag hat es 3 Milliarden mal geschlagen.


2) Das Herz ist dein wichtigstes Sinnesorgan.

Es besitzt ein eigenes Nervensystem mit 40.000 Neuronen, mit dem es 200.000 mal mehr Informationen verarbeitet als Augen, Ohren oder die Haut. Dein Herz verarbeitet Eindrücke zu Impulsen, die du dann als Gefühl wahrnimmst. Es kommuniziert über sein Nervensystem auch mit anderen Organen.


3) 80 Prozent der Nervenbahnen zwischen Herz und Hirn laufen VOM Herzen zum Gehirn, nicht umgekehrt. Über diese nachgewiesenen Verbindungen signalisiert das Herz dem Gehirn, welche Hormone, Endorphine oder anderen Chemikalien es im Körper erzeugen soll.


4) Dein Herz verfügt über einen Geruchssinn. Es kann z.B. Fette im Blut riechen und es hat „Fühler“ für zirkulierende Hormone wie etwa Adrenalin und Oxytocin, das Liebeshormon.


5) 22 Tage nach der Zeugung löst Oxytocin den ersten Herzschlag aus. Dein Herz hat eigene Rezeptoren für dieses Hormon. Sind alle besetzt, fallen zum Beispiel Herzinfarkte kleiner aus. Das Herz produziert selbst Oxytocin, auch unabhängig vom Gehirn.


6) Es gibt Berichte über Menschen mit Spenderherzen, die sich nach ihrer Herztransplantation deutlich verändern. Ihre Partner berichten von Persönlichkeitsveränderungen, anderem Verhalten, neuen Vorlieben und Interessen beim Essen, dem Musikgeschmack, Kleidung oder Sport. Die Familien der Spender bestätigten, dass es sich dabei um die Vorlieben und Charaktereigenschaften des Verstorbenen handelt. - (Mehr dazu findest du im Buch von Reinhard Friedl, Der Takt des Lebens. Warum das Herz unser wichtigstes Sinnesorgan ist).


Herz über Kopf


Das ist aber noch nicht alles. Das weltweit renommierte Heart Math Institute in Kalifornien entdeckte, dass unser Herz ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Das ist an sich noch nichts Ungewöhnliches, denn das tut so gut wie alles, was uns umgibt, selbst Steine haben elektromagnetische Felder. Aber: Das vom Herz erzeugte Energiefeld ist wesentlich größer und stärker als das Energiefeld des Gehirns. So ist die elektrische Kraft des Herzsignals (EKG) bis zu 60-mal stärker als das elektrische Signals des Gehirns (EEG), und das magnetische Feld des Herzens ist 5000fach stärker als das des Gehirns!

Damit ist das Herz der stärkste Sender in unserem Körper, es erzeugt die mächtigste magnetische und elektrische Energie, die wir haben.


Ein Beispiel: Wir kennen alle jene Menschen, die einem Raum zum Strahlen bringen und bei denen wir uns nach einer Begegnung mit ihnen einfach gut fühlen. Was passiert hier? Nach bisherigen Messungen hat dass Energiefeld jedes Menschen einen Radius von 5 Metern. Wer immer sich in diesem Feld aufhält, wird davon beeinflusst. Dein Feld lässt sich bei diesen Menschen nachweisen und produziert bei ihnen auch messbare Veränderungen. Genauso reagierst du auch auf sie und ihre "Wellenlänge".


Herz-Attacke


Wie entsteht dieses Feld? Die magnetischen und elektrischen Wellen werden durch unsere Gefühle und Überzeugungen geschaffen – egal ob positiv oder negativ. All die Dinge, die wir tief in uns glauben – über uns selbst, über das Leben, die Liebe, die Welt – und all die Überzeugungen, nach denen wir unser Leben ausrichten, finden sich als Informationen in diesem Feld wieder und werden mit Wucht in unser Umfeld gestrahlt. Deshalb wird eine trist-traurige Emotion, die aus der Herzregion gesendet wird, immer stärker sein als der Gedanke der Vernunft, dass alles soweit ganz okay ist.

Und da Energie nicht einfach verpufft, sondern in Resonanz geht, sucht sich jede Welle eine gleiche Schwingung oder zieht sie an. Gefühle und Überzeugungen sind wie Magneten, die anziehen, was wir aussenden. Je nachdem, was wir gerade fühlen, ist diese Schwingung höher oder niedriger. Dankbarkeit zieht mehr schöne Dinge an, für die wir dankbar sein können. Bist du mit dir soweit im Reinen, fühlen sich jene Menschen von dir angezogen, die das auch sind. Hier beginnt die Eigenverantwortung und das Schöpferisch-Gestalterische an unserem Lebens: Das Bewusstsein, wie sehr wir unsere Außenwelt mit unserer Innenwelt steuern.


Dein Glaube versetzt alles


Positive Affirmationen wie „ich bin wertvoll, ich bin genug, ich bin geliebt“, bringen wenig, wenn wir im Grunde unseres Herzens überzeugt sind, dass das nicht stimmt. Und umgekehrt genauso: Glauben wir felsenfest an etwas, spüren wir es in jeder Faser, ist unser ganzes Fühlen, Denken, Wollen darauf ausgerichtet, dann erreichen wir Ungeahntes. Dann beugen Menschen sogar Naturgesetze und das Unmögliche wird möglich. Mütter, die Autos aufheben, weil ihr Kind darunter liegt. Menschen, die in Gletscherspalten überleben. Vierzehnjährige, die Traktoren stemmen, um den Vater zu retten. Die Medien sind voll von solchen Beispielen, sei es im Sport, in der Forschung, im Überlebenskampf, in der Liebe.


Beat it!


Was rät der Kardiologe, um unser Herz bei Laune zu halten?

Uns unsere Überzeugungen so ehrlich wie möglich bewusst zu machen, um die stärkenden gezielter einzusetzen und die negativen ändern zu können. Damit verändert sich unser Erleben – und das all derer, die sich in unserem Feld aufhalten (müssen).

Auch empfehlenswert: Ein herzfreundlicher Lebensstil, der über das wöchentliche Cardio-Programm und den Salatteller hinausgeht, also Selbstliebe, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Meditation. Manche Atemübungen wirken wie eine Herzmassage. All das findet unser Herz fantastisch.


Und zum Schluss noch etwas für alle Valentinstags-Fans:

Herzen können andere Herzen fühlen und sich mit ihnen verbinden. Sie können sich aufeinander einschwingen und tatsächlich im Gleichtakt schlagen, wie bei Paaren gemessen wurde. Und darauf reagieren, wenn die Liebsten in Gefahr sind.


Einkehrschwing und Herzenslust wünscht dir





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